Natürlich bin ich stark

Programmbeschreibung

Eine Collage in Monologen, Dialog und Gedicht, mit zwei Darstellern. Leichtverständliche Alltagsszenen, die die SchülerInnen nicht auf eine reine Konsumierung beschränken, sondern, indem die Darsteller zur Interaktion aus ihren Figuren heraustreten, zu Rollenspielen, Fragen und Gesprächen anregen – zur Mitgestaltung, Analyse und Kommentar.
Kontinuierliche Steigerung der Problemhärte in drei aufeinander aufbauenden, einander vertiefenden Teilen, die je eine Nachbereitung im Normalunterricht erfordern.
Schlüsselszenen werden in mehreren Varianten gezeigt, mit negativem und positivem Ausgang. Die Atmosphäre ist Vertrauen erweckend und so ernst wie humorvoll. Das Lernen ist spielerisch und dennoch tiefgründig.

Wir begegnen einer Jugendlichen, die ihrem Lehrer in einem Akt sinnloser Gewalt die Autoantenne abknickt, weil sie schlechte Noten bekommen hat.
Wir sehen einen Jugendlichen, der frustriert durch die Fernsehprogramme zappt.
Wir begegnen einem Mädchen, das Mitglied einer Clique werden will und als Mutprobe Alkohol stehlen soll.
Wir begegnen einer Jugendlichen, die Tabletten nimmt, weil ihre Eltern sich streiten.
Wir begegnen einer Jugendlichen, die überlegt, ob man Drogen nehmen muss, um auf einer Party gut drauf zu sein.

Zielgruppe:
SchülerInnen in Hauptschulen und Gymnasien, in der 3. und 4. Klasse (7. und 8. Schulstufe)
Aufführungsrahmen: Im Klassenverband

Zeiterfordernis:
Pro Klasse dreimal eine Schulstunde, verteilt auf drei Wochen; im Abstand von je einer Woche.
Begonnen wird das Projekt mit einer Sichtveranstaltung an einem Abend, an dem das Stück den Eltern und LehrerInnen vorgestellt wird.

Das Ziel

Sucht hat nicht nur mit Heroin zu tun, mit Crack, mit Extasy. Das Programm zielt auf die Stärkung des Selbstbewusstseins ab.
Der SchülerInnen lernen, dass nicht zwangsweise süchtig wird, wer Alkohol trinkt, Medikamente nimmt, Haschkekse isst oder Zigaretten raucht, sondern dass Sucht immer eine Vorgeschichte hat: Die Schwäche, Fehler nicht einzugestehen. Die Ohnmacht, Frustrationen nicht Herr zu werden.
Es geht um die Stärkung der Fähigkeit, Negativgefühle und Gruppendruck auszuhalten. Es geht darum, eigene Gewohnheitszustände auf mögliche Ursachen eines Suchtverhaltens zu überprüfen. Es geht darum, zu sprechen statt zu verstummen, nicht vor sich selbst davonzulaufen. Es geht um Mitläufer und Außenseiter, um Unverstandenheit und die Gefahr der Unterdrückung von Gefühlen. Es geht darum, das eigene Rollenverhalten kritisch zu überprüfen. Es geht um die Vorteile prosozialen Verhaltens, um die Bereitschaft, Hilfe anzubieten und Hilfe anzunehmen. Es geht darum, dass offene Kommunikation die beste Lebensbewältigungsstrategie ist. Das Programm setzt nicht auf die Schockwirkung von Extrembeispielen, sondern auf den Wiedererkennungseffekt der Normalität.

Im Vordergrund steht die Arbeit mit den SchülerInnen direkt und der Dialog, der sich jedes Mal individuell gestaltet, ausgerichtet nach den Persönlichkeiten der Kinder und deren Bedürfnissen. Eine große und wichtige Rolle spielt das Einbeziehen der Eltern und LehrerInnen, denn nur durch Kooperation kann sich die erwünschte nachhaltige Wirkung des Projekts ergeben.

Raumerfordernis:
Benötigt wird ein Raum, in dem eine Klasse bequem Platz hat, und noch eine Spielfläche von ca. 4 X 4 Meter eingeplant werden kann. Es muss kein spezieller Ort sein, ein Werkraum, Musikraum oder ein Turnsaal sind genug.