Mein Körper gehört mir!

Warum?

Wissen macht stark!

Kinder, die wissen, wie sie sich in unsicheren Situationen verhalten können, gehen gestärkt durchs Leben.

Mit „Mein Körper gehört mir!“ vermitteln wir deshalb ganz praktische Strategien. Was kannst du tun, wenn jemand deine körperlichen Grenzen überschreitet? Wie wehrt man sich gegen sexuelle Gewalt? „Wenn du ein Nein-Gefühl hast, geh´ zu jemandem und erzähl ihm davon!“ So lauten unsere wichtigsten Botschaften.

Deshalb nehmen die Kinder am Ende nicht nur positive Gefühle und Geschichten mit nach Hause, sondern auch viele Informationen und Strategien, die ihnen weiter helfen können.

Spannende Dialoge – mit unserem Publikum

Unser Programm beginnt nicht mit „Vorhang auf!“. Bevor uns, das theaterpädagogische Team (immer Frau und Mann), die Kinder in verschiedenen Rollen erleben, lernen sie uns erstmal als reale Personen kennen. Denn „Mein Körper gehört mir!“ ist keine Show, sondern eine lebhafte Unterhaltung mit den Kindern. Da ist es selbstverständlich, dass wir eine klare und kindgerechte Sprache sprechen. Und singen! Am Anfang jeder Begegnung sorgt unser Körperlied „Mein Körper springt lustig umher“ für gute Laune. Das macht uns stark für ernste Themen.

 

Mein Körper gehört mir!

Fakten!

Der Zwang, das schreckliche Geheimnis zu wahren, belastet betroffene Kinder im höchsten Maß! TäterInnen sagen beispielsweise: „Deine Eltern werden dir nicht glauben. Sie kennen mich und sie werden sagen, dass du schlecht und verlogen bist.”

„Wenn du was sagst, komme ich ins Gefängnis. Die Mama und deine Geschwister werden dann böse auf dich sein.”

„Die Mama wird sehr traurig sein, wenn sie das erfährt. Sie wird weinen, vielleicht wird sie auch krank und stirbt.”

Diese Vorstellung ist unerträglich für ein Kind und so suchen Mädchen und Buben oft die Schuld bei sich selbst oder glauben gezwungenermaßen den Ausreden der TäterInnen.

Für viele betroffene Mädchen und Buben beginnt der sexuelle Missbrauch im Familienverband besonders früh. Manchmal trifft es schon Säuglinge und Kleinkinder.

TäterInnen verstecken ihre Übergriffe oft im Spiel, in der Körperpflege oder in körperlichen Untersuchungen. Sie fädeln solche „Spiele” so raffiniert ein, dass das Kind vollkommen verwirrt ist, an der eigenen Wahrnehmung zweifelt und schweigend leidet.  

  • Über 50% der Betroffenen sind unter 6 Jahren.
  • 30% im Alter von 6 bis 10 Jahren.
  • In 80% der Fälle sucht das Opfer die Schuld bei sich.                      
  • 90% der TäterInnen finden sich im Familienkreis.
  • Nur 10% sind FremdtäterInnen.

 

Welche Strategien benutzen TäterInnen?

  • In 40% der Fälle emotionale Zuneigung
  • Bei 30% herrscht körperliche Gewalt
  • Bei 10% der Opfer wird gedroht
  • 5% werden mit Geschenken und Geld dazu verführt

Sexueller Missbrauch an Kindern jeden Alters ist weiter verbreitet als man glaubt oder glauben will. Durchschnittlich muss ein betroffenes Kind neun Mal bei Erwachsenen um Hilfe bitten, bevor es Hilfe bekommt.

Eine Präventionsmaßnahme gegen sexuellen Missbrauch ist, den Eltern, LehrerInnen und Kindern Strategien zu vermitteln, die ihnen mehr Sicherheit geben können.

Wir, das Österreichische Zentrum für Kriminalprävention, finden, dass es gute und schlechte Geheimnisse gibt. Sexueller Missbrauch ist ein schlechtes Geheimnis. Wir wollen mit unserer Aufklärungsarbeit verhindern, dass es für Kinder schlechte Geheimnisse gibt.

Darum dieses Programm!

 

Mein Körper gehört mir!

Wozu dieses Theater?

Das theaterpädagogische Programm „Mein Körper gehört mir” läuft bereits seit 2001 höchst erfolgreich an den 3. und 4. Klassen der Volksschulen in Österreich. 50 TheaterpädagogInnen, insgesamt 25 Teams immer Frau und Mann, stärken jede Woche hunderte von Kindern!

Angst und Misstrauen sind Vokabeln, die in diesem Theaterprogramm nicht vorkommen. Dagegen werden die Mädchen und Buben der 3. und 4. Klasse Volksschule in ihrer Persönlichkeit gestärkt.

Durch dieses Theaterprogramm lernen die Kinder

  • Mut zu haben
  • ihr Selbstvertrauen zu stärken und somit
  • Situationen besser einzuschätzen
  • ihren Körper als Eigentum, als etwas Wertvolles und Schützenswertes anzusehen
  • „Ja”- und „Nein”-Gefühle auszusprechen
  • eigenen Gefühlen zu trauen
  • was sexuelle Misshandlung durch Fremde und Familienangehörige bedeutet
  • dass es feste Regeln gibt, die sie schützen

Vorreiter dieser Art der Prävention gegen sexuellen Missbrauch sind Anna Pallas und Reinhard Gesse, die 1994 in Osnabrück die theaterpädagogische werkstatt gGmbH gründeten. Für die beiden Theaterpädagogen bedeutet Prävention vor allem Selbstbestimmung und Stärkung der Position der Kinder. Mit viel Einfühlungsvermögen werden Probleme und Konflikte theaterpädagogisch dargestellt. Im anschließenden Gespräch mit den Kindern werden gemeinsam Lösungen erarbeitet.

 

Prävention braucht Engagement –
Kinder danken!

  • Leuchtende Augen
  • Lächelnde Gesichter
  • Gestärkte Gefühle
  • Verbessertes Selbstwertgefühl
  • Informierte Lehrer
  • Sichere Eltern                           

 

„Mein Körper gehört mir”, ein dreiteiliges, interaktives, theaterpädagogisches Programm gegen sexuellen Missbrauch, braucht Engagement: Ihr Engagement.

Das Österreichische Zentrum für Kriminalprävention ersucht Sie um Ihre Unterstützung

Die Kinder brauchen engagierte PädagogInnen und Eltern

Dieses Programm ist für die dritten und vierten Klassen der Volksschulen geschrieben worden. Wenn Sie als DirektorIn, LehrerIn oder als Eltern Interesse haben, dass Kinder gestärkt werden, dass Kinder durch dieses Stück ein verbessertes Selbstwertgefühl erhalten und vor allem besser geschützt sind, dann melden Sie sich. Aber auch alle teilnehmenden Zielgruppen profitieren vom Stück.

Die Kinder brauchen finanzielle Unterstützung

Das Österreichische Zentrum für Kriminalprävention ist ein gemeinnütziger Verein. Das Präsidium und die Beiräte arbeiten ehrenamtlich. Das Stück hat das Ziel, die Kinder zu stärken und ihnen Handlungsanleitungen zu geben, dass sie sich gegen sexuellen Missbrauch schützen können, aber auch erkennen, dass schlechte Geheimnisse keine Geheimnisse sind und erzählt werden dürfen und dass es notwendig ist, sich Erwachsenen anzuvertrauen. Wenn es auch Ihnen ein Anliegen ist, Kinder zu schützen, ersuchen wir Sie um die Übernahme von Patenschaften oder um ein Sponsoring für Schulen, zum Wohle der Kinder.

Leuchtende Kinderaugen, lächelnde Gesichter, gestärkte und gleichzeitig geschützte junge Menschen, informierte Lehrer und sichere Eltern werden es Ihnen danken.